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Ludger – Heute wäre er cool!

Wenn Schulen sich Namen geben, hat das Hintergründe bei den NamensgeberInnen. Noch wichtiger aber scheint: was denkt der „Heutemensch“, wenn er Ludgerischule hört. Zum einen fällt auf, die Schule liegt auf dem Gemeindegebiet der Pfarrei St. Ludger, zum anderen steht in unmittelbarer Nähe die Ludgerikirche.

Der historische Heilige Ludger, so bekommt man schnell heraus, war der erste Bischof von Münster (geweiht 30. März 805). Damit sei nicht nur seine wichtige Stellung im Bistum betont, sondern als Bischof setzte er auch Maßstäbe für die Verbreitung des Glaubens in einem heidnischen Umfeld. Die Parallele könnte nicht stärker sein, betrachteten wir heutige Glaubenslandschaften. Nun war Ludgers Art der Missionierung geprägt von einer vorbildhaften Mischung glaubwürdigen Lebens und Weitergabe von Glaubenswissen. Der Schulalltag in allen Fächern lebt genauso von diesen Vorgaben: LehrerInnen überzeugen durch ihre Echtheit und durch Fachkompetenz. Ein pädagogischer Auftrag Ludgers wäre sehr modern: die Vermittlungspersönlichkeit mit Erziehungsauftrag bringt sich ganz ein, ebnet Talenten den Weg, setzt Regeln für die Gemeinschaft, gibt Lebensorientierung. Ludger wäre an der Spitze der pädagogischen Bewegung, wäre „cool“; da er Schulpatron wurde, stellt er bis heute ein herausforderndes Menschenbild. Wer dann noch auf dem letzten Schulfest war, sich die Engagierten der Schule anschaut und die Engagierten bei einem Gemeindeanliegen der Pfarrei, fühlt sich in fast schon vergessene volkskirchliche Umstände versetzt. Hier zeichnen viele Menschen für ihre Kinder und für sich selber ein gemeinsames Werteprofil, in dem Gott seinen festen Platz hat. … wie bei Ludger.

(Manfred Hojenski, ehem. Pastoralassistent in St. Ludger)

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